FDP Stellungnahme zum "NEUEN RATHAUS
1.
Die FDP-Stadtratsfraktion folgt den gutachterlichen Empfehlungen und spricht sich schon aus Kostengründen dafür aus, ein neues Rathaus auf dem Gelände des RathausCenters zu errichten. Damit soll der sog. zentralen Lösung der Vorzug gegeben werden, kommen doch die Gutachter zu dem Ergebnis, dass eine dezentrale Lösung weit teurer sein wird als die hier präferierte Variante. Im Hinblick darauf, dass die Stadt Ludwigshafen haushalterisch mittelfristig leistungsunfähig sein wird, sollte der Rathausneubau nicht in Eigenregie und aus „eigenen Mitteln“ durchgeführt und finanziert werden. Indes: Die FDP-Stadtratsfraktion spricht sich dafür aus, dass das Grundstück, auf dem das neue Rathaus errichtet wird, an einen Investor verkauft wird, damit dieser das Bauvorhaben verwirklich und das neue Rathaus an die Stadt langfristig vermietet.
2.
Im Hinblick auf die Gestaltung des neuen Rathauses sollte ein Wettbewerb ausgeschrieben werden, damit eine noch zu besetzende Jury mit entsprechender Bürgerbeteiligung den „besten Vorschlag“ kürt. Unabhängig davon sollte das Nachfolgende Berücksichtigung finden:
a)Es sollte für einen offenen Eingangsbereich mit Glasfront gesorgt werden als Zeichen der Offenheit und Bürgernähe.
b)Vor dem Rathaus sollte ein Vorplatz ausgebildet werden als Treffpunkt für die Bürger und Pausenort für die Mitarbeiter.
c)Der Rathausneubau sollte barrierefrei und behindertengerecht ausgestaltet werden.
d)Es sollte für einen erhöhten Schallschutz gesorgt werden.
e)Im Hinblick auf Beheizung und Kühlung sollte auf regenerative Energien zurückgegriffen werden. Es sollte dafür gesorgt werden, dass das Raumklima – auch im Sommer – 26 Grad Celsius nicht überschreitet.
f)Bei dem noch zu entwickelnden Raumprogramm sollten bei der Bestimmung von Einzel- und Großraumbüros auch sog. Desk-Sharing-Arbeitsplätze austariert werden unter Einbeziehung von Home-Office-Arbeitsplätzen.
g)Sämtliche Arbeitsplätze einschließlich des Stadtratsaales und sonstiger Tagungsräume sollten hinreichend digital ausgestattet sein, insbesondere ist auf ein funktionierendes WLAN Wert zu legen. Ziel muss ein „papierloses Büro“ sein. Die Kommunikation der Verwaltung zu Bürgern sollte auch per Videokonferenz funktionieren.
h)Es sollten in ausreichender Zahl Parkplätze für Mitarbeiter der Verwaltung und Bürger zur Verfügung gestellt werden. Behindertengerechte Parkplätze sollten in der Nähe des Eingangsbereiches positioniert werden.
i)Auch wenn die „zentrale Variante“ favorisiert wird, sollte der Standort der KFZ-Zulassungsstelle in der Achtmorgenstraße verbleiben.
j)Bei der Planung des neuen Rathauses und der noch festzulegenden Bebauung des übrigen Geländes des RathausCenters sollte darauf geachtet werden, eine verbindende Achse zum Hemshof zu planen und herzustellen.
Obenstehende Vorschläge sind nicht abschließend.