PRESSEMITTEILUNG Ludwigshafen, 25.11.2020
FDP – Kommunikations- und Entscheidungsdefizite schnell beenden
Es ist nicht das erste Mal, dass bei weitreichenden Entscheidungen, diese und auch die daraus resultierenden Maßnahmen der Stadtspitze, in einem Entscheidungs- und Kommunikationsdefizit enden.
Das hin und her in Sachen Nutzung der Eberthalle hat in den letzten Tagen, in der Ludwigshafener Sportwelt, vielen politischen Parteien und bei den Bürgern, das Gefühl einer unreifen Entscheidungsfindung und einer Kommunikation mit Defiziten erzeugt.
Es ist zweifelsfrei, dass ein Krisenmanagement nicht durch hektische Reaktionen und nicht durch defizitäre Kommunikation geprägt sein darf.
Wir sind seit Monaten in einer Pandemie und die Bürger regieren zurecht unverständlich auf nicht final durchdachte Entscheidungsprozesse, besonders stark dann, wenn sofort nach öffentlichen und gesellschaftlichen Druck, andere und bessere Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden und nachjustiert wird.
Natürlich hat der Gesundheitsschutz Vorrang gegenüber der Interessen eines Sportvereines. Dennoch müssen Maßnahmen, die für einen Verein Existenz bedrohlich sind, wohl durchdacht, sehr eng mit den involvierten Parteien besprochen, zügig abgestimmt und erst dann kommuniziert werden. Hätte Dezernent Andreas Schwarz diesen Weg eingeschlagen, so hätte man sicherlich einen gemeinsamen, tragbaren Weg gefunden. Alternativen standen und stehen zur Verfügung, um nur Bürgerhäuser oder Messehallen zu nennen.
FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Schell: „Warum hier nicht sofort und zeitnah eine breit angelegte Debatte in den politischen Ausschüssen erfolgte, bleibt sein Geheimnis. Wenn Dringlichkeitsentscheidungen mit einer solcher Tragweite anstehen, sind auch Dringlichkeitssitzungen möglich. Die FDP spricht deutlich von einem politischen Fehlverhalten, dass durch politischen und gesellschaftlichen Druck gelöst werden musste“.
Thomas Schell weiter: „Der Aufbau von Messehallen auf dem Messplatz als Alternative soll laut Andreas Schwarz Millionen kosten und wurde laut dem Dezernent daher verworfen. Was der Kostenunterschied zu den jetzt angedachten zusätzlichen Messehallen vor der Eberthalle ist, bleibt zumindest gegenwärtig nicht nachvollziehbar.“
Dr. Thomas Schell - Fraktionsvorsitzender
Norbert Grimmer - Stellvertr. Kreisvorsitzender und Pressesprecher