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Meldungen

Impfungen für alle ermöglichen

Der Impfstart ging in Deutschland nur schleppend voran. Es wurde offensichtlich zu wenig Impfstoff bestellt und die Vorbereitung nicht gut genug organisiert. Dass ein Impfstoff, der in Deutschland entwickelt und hergestellt wurde, bei uns nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung steht, ist mehr als enttäuschend. Ländern wie Israel und den U.S.A. gelingt es viel schneller beim Impfen voranzukommen als uns.

Schlechter Impfstart ist Versäumnis der Regierung

Deutschland hat es versäumt, parallel zur EU-Bestellung auf bilateralem Weg zusätzliche Impfdosen zu bestellen. Man hätte bei mehreren Firmen gleichzeitig mehr bestellen können. Niemand hat die Bundesrepublik Deutschland daran gehindert, sich zusätzlich zum europäischen Kontingent zusätzliche Dosen zu sichern. BioNTech hat uns entsprechende Mengen angeboten. Insofern ist es mehr als bedauerlich, dass wir jetzt in diese Situation geraten sind. Und zwar umso mehr, weil es um Gesundheit, die Reduzierung von wirtschaftlichem Schaden und Freiheitsrechte geht.

Die Bundesregierung hat den Auftrag, ihrem Eid nachzukommen und die Bevölkerung in Deutschland zu schützen. Dazu können neben der gemeinsamen Strategie auf europäischer Ebene zusätzliche Anstrengungen auf nationaler Ebene unternommen werden. Wir halten das nicht für antieuropäisch, sondern es wäre in der aktuellen Sitiation geradezu geboten gewesen.

Wir finden: Die Versäumnisse der Bundesregierung sind erklärungsbedürftig und müssen aufgearbeitet werden. Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf Aufklärung. Die Freien Demokraten im Deutschen Bundestag haben daher eine Aktuelle Stunde zur Beschaffung der Impfstoffe beantragt. Und die FDP im Europaparlament fordert beispielsweise, dass wenn die EU-Kommission nicht sehr schnell – etwa in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses – Transparenz herstellt, das EU-Parlament einen Untersuchungsausschuss einrichten muss.

Wir brauchen einen Impfgipfel

Besonders angesichts der Verschärfung des Lockdowns bis Ende Januar muss die Bundesregierung die Impfstoffbeschaffung dringend beschleunigen. Für die Freien Demokraten ist klar: Impfen ist die wichtigste Maßnahme gegen das Coronavirus. Wir brauchen jetzt Lösungen, wie wir das Impfen verbessern und dadurch den Gesundheitsschutz der Bevölkerung erhöhen können, damit wir schnellstmöglich wieder aus dem harten Lockdown herauskommen.

Wir meinen: Eine verzögerte Impfung kann zu einer Verlängerung des Lockdowns führen. Nicht nur die Wirtschaft, sondern auch viele einzelne Menschen leiden sehr unter den aktuellen Einschränkungen. Deshalb ist es umso wichtiger, so schnell wie möglich Impfstoff zu beschaffen. Um den Umfang und das Tempo beim Impfen zu erhöhen, fordern wir Freie Demokraten einen Impfgipfel. Die Bundesregierung soll dort mit der pharmazeutischen Industrie, mit Vertretern aus Bund, Ländern und Kommunen sowie mit niedergelassenen Ärzten zusammenkommen, um zu prüfen, was kann getan werden, um die Produktion zu erhöhen und die Kapazitäten auszubauen. Dabei sollte es vor allem um die Frage gehen, wie Umfang und Tempo beim Impfen erhöht und administrative Hürden überwunden werden können.

Zum Beispiel sollten wir mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sprechen, die bereits millionenfach jedes Jahr impfen. Wir müssen sie gerade jetzt einbeziehen in den Impf-Prozess gegen das Coronavirus, um das Tempo zu erhöhen. Wir brauchen außerdem mobile Impfteams, die Menschen mit einem besonderen Risiko gegebenenfalls auch zu Hause besuchen könnten.

Impfung ist Chance auf baldige Normalität

Individuell besteht Freiwilligkeit beim Impfen für die gesamte Gesellschaft. Insgesamt ist die Impfung gegen das Coronavirus aber eine Freiheitsfrage und auch eine Chance auf baldige Normalität. Deshalb müssen wir alles dafür unternehmen, dass diejenigen, die es wollen, einen Impfschutz erhalten können.

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Haushaltsrede Doppelhaushalt 2021/2022 - Ludwigshafen

Haushaltsrede Doppelhaushalt 2021/2022 – Ludwigshafen 14.12.2020
ES GILT DAS GESPROCHENE WORT

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, Herr Kämmerer Schwarz,
verehrte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Gäste der Stadtratssitzung,
1)Der vorgelegte Doppelhaushalt 2021/2022 ist hoch toxisch. Er verstößt gegen das Gebot der sozialen Gerechtigkeit und er verstößt gegen Recht und Gesetz. Die Verfügung der ADD vom 30.07.2020 bringt es insofern auf den Punkt. Wörtlich heißt es in vorbenannter Verfügung:
a) Der Haushalt der Stadt Ludwigshafen am Rhein ist durch ein erhebliches strukturelles Defizit im Bereich der sozialen Sicherung in Höhe von rund € 116.158.270,00 gekennzeichnet.
b) Sowohl der Ergebnis- als auch der Finanzhaushalt der Stadt Ludwigshafen am Rhein verstoßen in allen Planungsjahren (2019-2022) gegen das Haushaltausgleichsgebot, das als das tragende Prinzip der kommunalen Haushaltswirtschaft angesehen werden kann.
c) Bezogen auf den Zeitraum vom 01.01.2009 bis 31.12.2020 beläuft sich der Ressourcenverbrauch (Abbau des Eigenkapitals) der Stadt Ludwigshafen am Rhein unter Verstoß gegen das Prinzip der intergenerativen Gerechtigkeit auf rd. 838,7 € Mio.
d) Nach ihrer Eigenkapitalentwicklung droht der Stadt Ludwigshafen am Rhein die Überschuldung gem. § 93 Abs. 6 GemO, wenngleich diese derzeit nicht gegeben ist.
Letztlich stellt die ADD fest, dass die Haushalts- und Finanzplanung der Stadt Ludwigshafen am Rhein damit weiterhin nicht im Einklang mit den Grundsätzen einer geordnete Haushaltswirtschaft steht.
2)Obgleich die Steuereinnahmen noch in jüngster Zeit sprudelten, sind die vorgelegten Zahlen ernüchternd:
Betrug die Liquiditätsverschuldung im Jahre 1995 noch ca. € 90 Mio., wird sie 2022 € 995 Mio. betragen.
Betrug das Eigenkapital im Jahre 2009 noch € 1.082,8 Mio., wird es 2022 nur noch € 137 Mio. betragen. Der Eigenkapitalverzehr beträgt in vorgenanntem Zeitraum sage und schreibe 90 %!
Der Schuldenstand wird unter Berücksichtigung der Investitions- und Liquiditätskredite im Jahre 2022 ca. € 1,6 Milliarden betragen.
Die Pro – Kopf-Verschuldung eines jeden Bürgers steigt stetig in dramatischer Weise!
3)Was wollen also die vorliegenden Zahlen dem Rat unserer Stadt, den Bürgerinnen und Bürger sagen:
Recht und Gesetz sind nichts mehr wert. Obgleich die ADD messerscharf erkennt, dass dieser Haushalt rechtswidrig ist, wird er dennoch genehmigt.
Obgleich das Land Rheinland-Pfalz verfassungsrechtlich an das Konnexitätsgebot gebunden ist, wird täglich gegen unsere rheinland-pfälzische Verfassung verstoßen.
Obgleich im Grundgesetz die Selbstverwaltungsfreiheit garantiert wird, werden von der ADD die freiwilligen Leistungen (ohne ÖPNV) auf 7 %, mithin auf ca. € 46 Millionen gedeckelt.
Obgleich der Schuldenberg rasant steigt, wissen weder der Kämmerer noch der Rat unserer Stadt, wie dieser Schuldenberg je abgetragen könnte. Wenn wir es nicht wissen, wie könnten wir erwarten, dass es die kommende Generation weiß? Ist es sozial gerecht, immer höhere Schulden zu machen, um der kommenden Generationen jegliche Handlungsspielräume zu nehmen?
4)Die Liberalen meinen: Nein – ganz und gar nicht! Um so verwunderlicher ist es, dass sich die Politik auf Landes- und Bundesebene zu diesen dramatischen Verhältnissen völlig ausschweigt.
Aktuell wird diese Thematik höchstrichterlich beim rheinland-pfälzischen Verfassungsgerichtshof geprüft. Das Gericht hat bereits angedeutet, dass ein Verfassungsverstoß bestehen könnte.
5.)Deshalb fordert die FDP in Ludwigshafen am Rhein, die Selbstverwaltungsfreiheit zu verteidigen. Nach wie vor erachten wir es als den falschen Weg, sich auf die Zusage der Landesregierung zu verlassen, sich an den Ausgang der zuvor geschilderten Verfassungsrechtstreitigen halten zu wollen – denn der rheinland-pfälzische Verfassungsgerichtshof hatte bereits anlässlich einer Verfassungsklage des Landkreises Neuwied festgestellt, dass die damalige Landesregierung gegen das Konnexitätsgebot verstößt. Trotz des Urteils sah und sieht sich aber das Land Rheinland-Pfalz nicht in der Pflicht, die drohende Überschuldung abzuwenden. Aus Sicht der FDP-Ludwigshafen am Rhein ist es daher zwingend geboten, Klage gegen das Land zu erheben, um die nahende haushälterische Katastrophe zu verhindern und die über Jahrzehnte angehäuften strukturellen Defizite auszugleichen. Das Land muss endlich verpflichtet werden, die über Jahrzehnte angehäuften strukturellen Defizite auszugleichen und unsere Stadt mit ausreichend finanziellen Mitteln auszustatten. Weiter fordern wir, endlich anzuerkennen, dass der öffentliche Personen- und Nahverkehr ebenso wie die Bereiche Kultur und Sport nicht nur als freiwillige Aufgabe, sondern als Pflichtaufgabe angesehen werden, weshalb wir auch hier meinen, das Land stärker in die Pflicht nehmen zu müssen – und was für das Land Rheinland-Pfalz gilt, gilt selbstverständlich auch auf Bundesebene.
6)Besorgt habe ich als Fraktionsvorsitzender anlässlich der Haushaltsrede zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Einnahmeseite durch Erhöhung von Realsteuern, insbesondere der Grundsteuer gestärkt werden soll. Aus Sicht der Liberalen wird eine solche Steuererhöhung nicht dazu beitragen können, unseren Haushalt nachhaltig zu entlasten, insbesondere die Jahresfehlbeträge im Ergebnishaushalt von ca. € 88 Mio. für das Jahr 2021 und ca. € 120,5 Mio. für das Jahre 2022 auszugleichen. Selbst der Kommunale Entschuldungsfonds konnte den stetigen Abwärtstrend nicht verhindern. Kommt hinzu: Die Steuer- und Sozialabgabenlast unserer Bürger ist beträchtlich. Im Ranking der EU belegen wir nach Belgien jedenfalls Platz 2. Die durchschnittliche Last, die jeder Single in Bezug auf Steuern und Sozialabgaben tragen muss, beträgt 49,4 % und Familien mit zwei Kindern sind mit durchschnittlich 34,3 % belastet.
Wir Liberalen halten es daher nicht für sozial gerecht, weitere Belastungen in Form von einer Grundsteuererhöhung einzuführen, um dann aber das Postulat erheben zu wollen, unseren Bürgern es ermöglichen zu wollen, Wohneigentum zu erwerben. Wer deshalb die Erhöhung der Grundsteuern fordert, konterkariert dieses Postulat – ein Schelm, der Böses dabei denkt!
Weiter mit Sorge mussten die Liberalen anlässlich der Haushaltsrede des Kämmerers zur Kenntnis nehmen, dass die Personalkosten von € 142 Mio. im Jahre 2013 auf € 224 Mio. im Jahre 2022 anwachsen werden.
Im Hinblick auf die dramatisch ansteigenden Personal- und Versorgungsaufwendungen nehmen die Freien Demokraten mit Befremden und Unverständnis zur Kenntnis, dass die von Frau Oberbürgermeisterin Dr. Lohse eingeführte „Neue Ressourcensteuerung“ bis heute „gestoppt“ ist. Hierbei möchte ich betonen, dass die Freien Demokraten die vorgenommenen Personalerhöhungen für Kindertagesstätten und für den kommunalen Vollzugsdienst begrüßen und gerade nicht kritisieren. Wir kritisieren aber, das Personal mit der schlichten Behauptung der angeblichen „Erforderlichkeit“ stetig zu erhöhen, ohne dass hierfür eine sachliche Erforderlichkeit nachgewiesen ist. Indes: Die Neue Ressourcensteuerung sollte dazu dienen, sich auf den bevorstehenden Demografie Wandel einzurichten, Arbeitsprozesse zu optimieren und zu bündeln sowie Handlungsfelder zur Entlastung der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu eröffnen. Hierbei sollten die Handlungsfelder Demografie, Personalplanung, Digitalisierung und Organisation auf den Prüfstand gestellt werden. Die Wirtschaftsprüfer von PWC untersuchten zunächst diese Handlungsfelder im „Botton Cup-Verfahren“. Hiernach sollte im sog. „Top down-Verfahren“ die zuvor gewonnen Ergebnisse evaluiert werden, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entlasten und die Personalorganisation zu straffen. Mit einer seriösen Antwort, ob die Mitarbeiterzahl ausreicht, zu hoch oder zu niedrig ist, kann nicht mehr gerechnet werden, da die sog. „Neue Ressourcensteuerung“ beim sog. „Botton Cup-Verfahren“ wohl beendet wurde. Damit kann aber niemand sachlich begründen, weshalb zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu eingestellt werden mussten, ob denn nun eine weitere Personalerhöhung angezeigt ist oder nicht. Weshalb sich die Stadt Ludwigshafen am Rhein mehr Bedienstete erlaubt als unsere Landeshauptstadt Mainz, wird daher für unsere Bürgerinnen und Bürger weiterhin ein Rätsel bleiben, obwohl es der Stadtspitze gut anstünde, endlich belastbare Antworten – gerade im Hinblick auf das angesprochene haushälterische Ausgabenproblem - zu geben. Als Fazit kann daher festgehalten: Mit der Neuen Ressourcensteuerung wurde mehr inszeniert als in konkretes Verwaltungshandeln integriert wurde– eine PR mit gestiegenen Ausgaben!
7)Auch wenn wir in der sozialistischen Mangelwirtschaft angekommen sind, möchte ich klarstellen: Die Liberalen machen dem Kämmerer nicht den Vorwurf, er oder seine Vorgänger hätten pflichtwidrig diesen Mangel verursacht. Insofern erkennen wir Liberalen an, dass mit diesem Haushalt das noch Mögliche erreicht werden soll, unsere Infrastruktur zu erhalten, um den Wirtschaftsstandort Ludwigshafen am Rhein nicht zu gefährden. Dennoch sind wir auf die Hilfe von Land und Bund angewiesen, die Großbauprojekte Hochstraße Süd und Hochstraße Nord zu realisieren, damit der Verkehrsinfarkt vermieden wird.
Wir Liberalen erkennen weiterhin an, dass weiter an der Sozialschularbeit festgehalten wird und Frau Prof. Reifenberg den Ausbau der Kitas unaufgeregt forciert, obgleich es sehr schwer für sie ist, ausreichend Personal zu rekurrieren. Trotz haushälterischen Mangels wird berücksichtigt, dass Kultur und Sport für unser Gemeinwesen lebenswichtig sind.
Letztlich bedanken wir uns bei unseren Bürgerinnen und Bürger sowie den Gewerbetreibenden, dass sie noch an unsere - haushälterisch gesehen - ausgeblutete Stadt glauben, werden doch allein die Gewerbetreibenden im Jahre 2012 € 135 Mio. und im Jahr 2022 € 146 Mio. an Gewerbesteuern zahlen. Bleibt letztlich für unseren Haushalt zu hoffen, dass die Zinsen nicht ansteigen werden, auch wenn damit die Privatvermögen, insbesondere die privaten Renten- und Lebensversicherungsvermögen unserer Bürgerinnen und Bürger „kalt enteignet“ werden.
Nach alledem lehnen wir den vorliegenden Doppelhaushalt ab, da er gegen Recht und Gesetz verstößt.
Danke!
Dr. Thomas Schell
Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion

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Pressemitteilung - FDP – Gesundheit duldet kein Zögern!

PRESSEMITTEILUNG Ludwigshafen, 26.11.2020
FDP – Gesundheit duldet kein Zögern!
„Die Situation an den Schulen in Ludwigshafen hat sich weiter verschlechtert“, so Jörg Matzat, Landtagskandidat und schulpolitischer Sprecher der FDP in Ludwigshafen..
Laut SWR Information liegt Ludwigshafen am 24.11.2020 an dritter Stelle in Rheinland-Pfalz, was die Corona Zahlen angeht. Der 7 Tage-Inzidenzwert liegt bei 193,7 (Rheinpfalz).
62 % der Fälle machen offenbar Schüler aus. Von den im Schnitt 193,7 Infizierten, haben sich 120 Schüler nach Behördenangaben mit Corona infiziert. 1084 Ludwigshafener Schüler sind in Quarantäne.
Diese Zahl ist im besonders bedenklich, zumal es anscheinend keine Hotspots in Ludwigshafen gibt.
Es stellt sich die Frage. „Werden die Hygienekonzepte an Ludwigshafener Schulen gemäß den Vorgaben umgesetzt und wie erfolgt die Qualitätssicherung?
Ganz entscheidend ist anscheinend eine richtige und regelmäßige Belüftung.
Die FDP fordert hiermit, dass
- die Auflagen zum „Corona“-Schulbetrieb an Ludwigshafen Schulen lückenlos umgesetzt wird,
- der Schulträger sich nicht aus der Verantwortung nimmt, die Umsetzung der Auflagen auch zu kontrollieren,
- eine regelmäßige Belüftung sichergestellt wird,
- wenn notwendig, Klassengrößen reduziert werden und ein Schichtbetrieb eingeführt wird (besonders dort, wo die Raumfläche und Raumvolumen grenzlagig sind),
- CO2 Warnmeldegeräte in jedem Klassenraum verfügbar sind, sowie den Einsatz von mobilen Lüftungssystemen in Klassenzimmer vorzusehen ist (Decken-, Wand- oder Standgeräte), wenn Grenzwerte durch die Belüftung deutlich gesenkt werden können,
- Finanzmittel kurzfristig zur Verfügung gestellt werden um die angesprochenen Maßnahmen zu unterstützen,
- eine erhöhte Taktung der öffentlichen Verkehrsmittel im ÖPNV vorgenommen wird (zu den Transportzeiten zu und von den Schulen - keine vollgestopften Busse und Bahnen),
- ein variabler Schulbeginn nach Klassenstufen eingeführt wird, um bei der Anfahrt und Abfahrt zu den Schulen Kontakte zu reduzieren, besonders im ÖPNV.
„Es wird derzeit zu viel auf Zeit gespielt. Dem Infektionsgeschehen an Ludwigshafener Schulen sollte umgehend durch geeignete Maßnahmen entgegengesteuert werden“, so Jörg Matzat.
Jörg Matzat
Landtagskandidat der FDP
und schulpolitischer Sprecher
Norbert Grimmer
Pressesprecher

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Pressemitteilung - FDP – Kommunikations- und Entscheidungsdefizite schnell beenden

PRESSEMITTEILUNG Ludwigshafen, 25.11.2020
FDP – Kommunikations- und Entscheidungsdefizite schnell beenden
Es ist nicht das erste Mal, dass bei weitreichenden Entscheidungen, diese und auch die daraus resultierenden Maßnahmen der Stadtspitze, in einem Entscheidungs- und Kommunikationsdefizit enden.
Das hin und her in Sachen Nutzung der Eberthalle hat in den letzten Tagen, in der Ludwigshafener Sportwelt, vielen politischen Parteien und bei den Bürgern, das Gefühl einer unreifen Entscheidungsfindung und einer Kommunikation mit Defiziten erzeugt.
Es ist zweifelsfrei, dass ein Krisenmanagement nicht durch hektische Reaktionen und nicht durch defizitäre Kommunikation geprägt sein darf.
Wir sind seit Monaten in einer Pandemie und die Bürger regieren zurecht unverständlich auf nicht final durchdachte Entscheidungsprozesse, besonders stark dann, wenn sofort nach öffentlichen und gesellschaftlichen Druck, andere und bessere Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden und nachjustiert wird.
Natürlich hat der Gesundheitsschutz Vorrang gegenüber der Interessen eines Sportvereines. Dennoch müssen Maßnahmen, die für einen Verein Existenz bedrohlich sind, wohl durchdacht, sehr eng mit den involvierten Parteien besprochen, zügig abgestimmt und erst dann kommuniziert werden. Hätte Dezernent Andreas Schwarz diesen Weg eingeschlagen, so hätte man sicherlich einen gemeinsamen, tragbaren Weg gefunden. Alternativen standen und stehen zur Verfügung, um nur Bürgerhäuser oder Messehallen zu nennen.
FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Schell: „Warum hier nicht sofort und zeitnah eine breit angelegte Debatte in den politischen Ausschüssen erfolgte, bleibt sein Geheimnis. Wenn Dringlichkeitsentscheidungen mit einer solcher Tragweite anstehen, sind auch Dringlichkeitssitzungen möglich. Die FDP spricht deutlich von einem politischen Fehlverhalten, dass durch politischen und gesellschaftlichen Druck gelöst werden musste“.
Thomas Schell weiter: „Der Aufbau von Messehallen auf dem Messplatz als Alternative soll laut Andreas Schwarz Millionen kosten und wurde laut dem Dezernent daher verworfen. Was der Kostenunterschied zu den jetzt angedachten zusätzlichen Messehallen vor der Eberthalle ist, bleibt zumindest gegenwärtig nicht nachvollziehbar.“
Dr. Thomas Schell - Fraktionsvorsitzender
Norbert Grimmer - Stellvertr. Kreisvorsitzender und Pressesprecher

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FDP Stellungnahme zum "NEUEN RATHAUS

FDP Stellungnahme zum "NEUEN RATHAUS
1.
Die FDP-Stadtratsfraktion folgt den gutachterlichen Empfehlungen und spricht sich schon aus Kostengründen dafür aus, ein neues Rathaus auf dem Gelände des RathausCenters zu errichten. Damit soll der sog. zentralen Lösung der Vorzug gegeben werden, kommen doch die Gutachter zu dem Ergebnis, dass eine dezentrale Lösung weit teurer sein wird als die hier präferierte Variante. Im Hinblick darauf, dass die Stadt Ludwigshafen haushalterisch mittelfristig leistungsunfähig sein wird, sollte der Rathausneubau nicht in Eigenregie und aus „eigenen Mitteln“ durchgeführt und finanziert werden. Indes: Die FDP-Stadtratsfraktion spricht sich dafür aus, dass das Grundstück, auf dem das neue Rathaus errichtet wird, an einen Investor verkauft wird, damit dieser das Bauvorhaben verwirklich und das neue Rathaus an die Stadt langfristig vermietet.
2.
Im Hinblick auf die Gestaltung des neuen Rathauses sollte ein Wettbewerb ausgeschrieben werden, damit eine noch zu besetzende Jury mit entsprechender Bürgerbeteiligung den „besten Vorschlag“ kürt. Unabhängig davon sollte das Nachfolgende Berücksichtigung finden:
a)Es sollte für einen offenen Eingangsbereich mit Glasfront gesorgt werden als Zeichen der Offenheit und Bürgernähe.
b)Vor dem Rathaus sollte ein Vorplatz ausgebildet werden als Treffpunkt für die Bürger und Pausenort für die Mitarbeiter.
c)Der Rathausneubau sollte barrierefrei und behindertengerecht ausgestaltet werden.
d)Es sollte für einen erhöhten Schallschutz gesorgt werden.
e)Im Hinblick auf Beheizung und Kühlung sollte auf regenerative Energien zurückgegriffen werden. Es sollte dafür gesorgt werden, dass das Raumklima – auch im Sommer – 26 Grad Celsius nicht überschreitet.
f)Bei dem noch zu entwickelnden Raumprogramm sollten bei der Bestimmung von Einzel- und Großraumbüros auch sog. Desk-Sharing-Arbeitsplätze austariert werden unter Einbeziehung von Home-Office-Arbeitsplätzen.
g)Sämtliche Arbeitsplätze einschließlich des Stadtratsaales und sonstiger Tagungsräume sollten hinreichend digital ausgestattet sein, insbesondere ist auf ein funktionierendes WLAN Wert zu legen. Ziel muss ein „papierloses Büro“ sein. Die Kommunikation der Verwaltung zu Bürgern sollte auch per Videokonferenz funktionieren.
h)Es sollten in ausreichender Zahl Parkplätze für Mitarbeiter der Verwaltung und Bürger zur Verfügung gestellt werden. Behindertengerechte Parkplätze sollten in der Nähe des Eingangsbereiches positioniert werden.
i)Auch wenn die „zentrale Variante“ favorisiert wird, sollte der Standort der KFZ-Zulassungsstelle in der Achtmorgenstraße verbleiben.
j)Bei der Planung des neuen Rathauses und der noch festzulegenden Bebauung des übrigen Geländes des RathausCenters sollte darauf geachtet werden, eine verbindende Achse zum Hemshof zu planen und herzustellen.
Obenstehende Vorschläge sind nicht abschließend.

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